
Frisch zurück aus New York wird der Balmoralstipendiat und interdisziplinäre Künstler Brandstifter seine Aktion Die Soziale Plastik auf der Kunst Direkt fortsetzen. Dort werden von ihm nicht nur intermediale Arbeiten aus seinem Social Plastic Space in Manhatten präsentiert werden, sondern die Besucher vielmehr aufgefordert, sich aktiv zu beteiligen, um gemeinsam eine soziale Plastik in der Rheingoldhalle zu errichten.
Teilnehmen kann jeder, der mindestens eine leere Plastikflasche mit dem deutschen Pfandwertsymbol an Brandstifters Koje persönlich abgibt und dafür von ihm ein handsigniertes und datiertes Künstlerzertifikat sowie eine Internetpräsenz auf thesociaplastic.wordpress.com erhält. Der pfandwerte Erlös des Werkes wird anschließend einer sozialen Einrichtung gespendet.
Brandstifter startete diese kommunikative Aktion im Spannungsfeld zwischen Abfall, Recycling Umweltschutz und Kunst mit einem Pilotprojekt 2007 in der Mainzer Neustadt, um es 2008 auf dem Open Ohr Festival und in einer vom Kultursommer Rheinland-Pfalz unterstützten vierwöchigen Aktion in der Walpodenakademie fortzusetzen. Während seines Aufenthaltes in New York 2009 als Stipendiat von Schloß Balmoral gelingt es ihm die renommierte non for profit art organization No Longer Empty Space für seine Aktion zu gewinnen, die ihm für drei Wochen ein leer stehendes Ladenlokal zwischen Lower East Side und Chinatown dafür zur Verfügung stellt, wo er angesichts der urbanen Müllentsorgungsprobleme und der prekären Verhältnisse der New Yorker Kunstschaffenden in der Nachbarschaft mit orthodoxen Juden, Chinesen und lateinamerikanischen Immigranten auf reges Interesse stößt.